Freitag, 21. August 2015

Träume vom Land...

Schon seit einiger Zeit spukte mir diese Idee im Kopf herum: Ein eigenes Freizeitgrundstück, nicht in einem Gartenverein, sondern wirklich im Grünen. Ich selbst bin auf einem solchen Grundstück aufgewachsen und einige meiner schönsten Kindheitserinnerungen sind mit diesem Fleck verbunden. Seit wir in Stuttgart wohnen und es klar ist, dass sich an dieser Situation die nächsten Jahre nicht viel ändern wird, ist die Sehnsucht nach frischer Landluft groß. An dem alten Sprichwort: "Einmal Landei, immer Landei" scheint wohl wirklich was dran zu sein. 


Mai diesen Jahres begannen wir erste Anzeigen zu studieren, noch ohne irgendwelche Pläne, tatsächlich ein Grundstück zu erwerben. Es war nur Tagträumerei, ein schöner Zeitvertreib an faulen Sonntagen. Und dann dachten wir, man könnte sich so ein Grundstück doch auch mal in vivo ansehen. Gesagt, getan. Einerseits bestärkten uns die Besichtigungen in unserem Vorhaben, aber gleichzeitig waren sie auch sehr ernüchternd. Die Suche nach einem perfekten Plätzchen in unserer Nähe gestaltete sich äußerst schwierig, oder zumindest nicht ganz so einfach, wie anfangs gedacht. Dabei gab es "nur" drei wichtige Kriterien, die unser Traum-Grundstück erfüllen mussten: Es sollte nicht mehr als 20 Min. mit dem Auto von unserem Wohnbezirk entfernt liegen; Eine Hütte sollte vorhanden sein oder gebaut werden dürfen und des durfte auf gar keinen Fall in einer Kleingarten-Kolonie sein. Nachdem wir fast drei Monate erfolglos gesucht hatten, hatten wir uns dazu entschieden, die Akte "Grundstück" erst einmal zur Seite zu legen. 

Trotzdem konnte ich es nicht lassen, ab und zu die neuen Anzeigen auf den einschlägigen Online-Plattformen durchzustöbern. Dabei stieß ich auf die Anzeige über ein Hang-Grundstück im Grünen, mit eingetragener Hütte, geteerter Zufahrtsstraße, einem eigenen Stück Wald, 15 Min. entfernt von unserer Wohnung. Schon als ich den Text las, war ich Feuer und Flamme. Das einzige Problem: Mein Herr Gemahl. Das Wort "Hang" machte das Grundstück für ihn so uninteressant, dass ich die nächsten Tage zu kämpfen hatte ihn dazu zu überreden, es sich doch wenigstens mal anzuschauen. Auf dem Hinweg hatte er mich noch gefragt, ob wir ein geheimes Zeichen vereinbaren sollen, um uns zu signalisieren, wenn uns ein Grundstück gefällt oder nicht. Darauf hab ich nur gemeint, dass das nicht nötig sei, denn wenn wir das Richtige gefunden haben, dann wissen wir es. Tatsächlich war es genau so. In dem Moment, wo wir das Grundstück betraten haben wir uns verliebt, wir sahen uns an und wussten: Das ist es.


Direkt nach der Besichtigung haben wir den Kaufvertrag unterschrieben. Dabei haben wir erfahren, dass es bereits mehrere Interessenten gegeben hatte, diese allerdings immer wieder kurz vor Kaufabwicklung abgesprungen waren. Es war fast wie Schicksal, als wäre das Grundstück von Anfang an für uns bestimmt gewesen. Seit zwei Wochen sind wir jetzt stolze Grundstücksbesitzer. In dieser kurzen Zeit haben wir schon sehr viel geschafft, und  es gibt immer noch viel zu tun. Besonders die gestaltet sich als eine echte Herausforderung, weil sie letzten Jahre das Winterdomizil von Mäusen und Siebenschläfern war. Dennoch haben wir haben unsere Entscheidung noch kein einziges Mal bereut. In den nächsten Monaten werde ich unsere Fortschritte auf diesem Blog festhalten, um sie mit meinen Lieben zu teilen, und allen, die sich sonst dafür interessieren. 

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