Wer einmal in die Nähe des Tals von Allerheiligen kommt, sollte auf jeden Fall einen Abstecher zur dieser märchenhaften Ruine des gleichnamigen Klosters unternehmen.
Das Kloster soll gegen Ende des 12. Jahrhunderts von der Herzogin Uta von Schauenburg gegründet worden sein. Der Sage nach habe sie einen Esel mit einem Sack Gold beladen lassen und ihn anschließend in die Lande geschickt. An dem Ort, an dem der Esel den Sack abwarf, wurde schließlich das Kloster errichtet. Obwohl ich beim besten Willen kein Fachmann für architektonische Bauten bin, reicht mein Wissen dennoch aus, um zu erkennen, dass das Gebäude im gotischen Stiel erbaut wurde, wie die angedeuteten Blumenmuster in einigen der Fensterbogen verraten.
Auch sonst hat die Anlage viel zu bieten. So gibt es auf dem Gelände auch eine Art Museum, in dem ein Modell des Klosters in seinem original Zustand ausgestellt ist zusammen mit umfangreichen historischen Daten rund um das Leben im Kloster. Außerdem gibt es ein uriges Souvenir Lädle, in dem man vor allem leckere Spezialitäten aus der Region bekommt. Wir haben uns erst einmal eingedeckt mit Honigschnaps und original Schwarzwälder Schinken.
Ungefähr 15 Minuten Fußmarsch von den Ruinen entfernt befinden sich die Wasserfälle Allerheiligen. Selbst bei Regenwetter war dies ein echtes Naturschauspiel. Ich war wie gebannt von dem leuchtenden Grün der wiedererwachenden Natur. Keines der unten gezeigten Bilder wurde farbtechnisch nachbearbeitet. Die Farben waren tatsächlich so intensiv.
Und obwohl es um das Kloster herum noch so viel mehr zu entdecken gibt, hieß es für uns nach diesem erholsamen Spaziergang erst einmal "Auf wiedersehen, Allerheiligen" und bis zum nächsten mal, dann vielleicht bei Sonnenschein. Unser nächstes Ziel an Tag 2 brachte uns tiefer in den Schwarzwald: Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach.



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