Das erste Ziel auf unserer Strecke Richtung Schwarzwald war die Burg Hohenzollern bei Bisingen. Die Burg, die ihren Namen von dem Berg erhielt, auf dem sie erbaut wurde, befindet sich in 855 Metern Höhe und eröffnet dem Besucher einen atemberaubenden Blick über die Ausläufer der Schwäbischen Alb. Die Geschichte dieser Burg reicht vermutlich bis in 11. Jahrhundert zurück. Im 15. Jahrhundert wurde sie durch die schwäbischen Reichsstädte erobert und vollständig zerstört bevor sie dann 20 Jahre später wieder aufgebaut wurde. Im Zuge des 30 jährigen Krieges wurde die zweite Burg dann erneut zerstört. Die heutige Burg Hohenzollern wurde erst um 1800 durch den König Friedrich Wilhelm IV errichtet. So betrachtet handelt es sich also um ein relativ junges Bauwerk, was auch den guten Zustand der Anlage erklärt.
Parken und Preise: Wir parkten auf einem Parkplatz, der zwar nicht auf dem offiziellen Plan der Burg eingezeichnet ist, dennoch scheint er zur Anlage zu gehörten. Die Parkgebühr betrug 2 Euro für den ganzen Tag für PKW´s. Vom Parkplatz aus ist es ein ca. 30-minütiger Aufstieg zur Burg bei gemütlichem Tempo. Auf dem Weg nach oben hat man für ein paar Cents die Möglichkeit eine öffentliche Toilette zu benutzen, die von einer netten Dame überwacht und regelmäßig gereinigt wird. Zudem befindet sich dort ein kleiner Souvenir shop. In regelmäßigen Abständen sind auf der Aufstiegsstrecke Haltepunkten eines Pendelbusses angelegt, für den Fall, dass einen die Kräfte verlassen. Wir entschieden uns trotz des schlechten Wetters für´s Wandern. Obwohl es den ganzen Tag regnete, war der Aufstieg durch den Wald recht angenehm. Die Strecke ist gut gekennzeichnet und der Weg geteert. Das letzte drittel der Strecke führt über eine Staffel zur Burg. Hier kommt man zwar u.U. richtig ins Schwitzen, aber die Aussicht von der Burg aus entschädigt für die körperliche Anstrengung.
An der Burg angekommen, hat man die Wahl zwischen prinzipiell zwei Preispakete: Kategorie I kostet pro Erwachsenen 7 Euro und erlaubt die Besichtigung der Burganlage ohne die Schlossräume. In dieser Kategorie werden keine Ermäßigungen angeboten. Kategorie II beinhaltet zusätzlich auch die Besichtigung der Schlossräume. Pro Erwachsenen werden hier 12 Euro Eintritt verlangt. Zudem gibt es in dieser Kategorie auch Ermäßigungen für Schüler, Rentner und Studenten, sowie eine Familienkarte und weitere Angebote, die auf der Homepage der Burg eingesehen werden können: http://www.burg-hohenzollern.com
Zuerst waren wir nicht sicher, für welche Kategorie wir uns entscheiden sollten. Wenn man nicht weiß, was einen erwartet, sind 12 Euro pro Person schon ein Wort. Meine Erfahrungen mit Schlossbesichtigungen waren bisher eher bescheiden, um es mal kulant auszudrücken, denn oft zahlt man viel und bekommt nix dafür. Wir haben uns dann doch für Kategorie II entschieden und ich muss ehrlich sagen: Jeder Euro hat sich gelohnt!
Auf der Burg: Ich habe schon zahlreiche Burgen und Schlösser in unserer Region besichtigt, aber kaum eines hat mich so beeindruckt wie Hohenzollern. Die Anlage ist sehr gepflegt ohne "übermodernisiert" zu sein. Während man die sich windende Hauptstraße zur Burg hinaufsteigt, fühlt man sich zurückversetzt in eine längst vergangene Zeit. Vor meinem geistigen Auge konnte ich das höfische Treiben regelrecht sehen, wie es sich damals innerhalb dieser Festung abgespielt haben musste. Ich war in der Tat so gebannt, dass ich völlig vergas zu fotografieren und mich stattdessen ganz in der Magie des Moments verlor. Daher sieht es in diesem Bericht mit Bildern leider mau aus. Auch die zur Besichtigung geöffneten Räume sind sehr überzeugend im antik-königlichen Stil eingerichtet, den man auf einer Burg erwarten würde. Portraits der Adelsfamilie prangen an den aufwendig verzierten und getäfelten Wänden. Die beeindruckendste Wandgestaltung jedoch ist der Stammbaum der königlichen Familie, der sich über die komplette Wand der nach dem Gemälde benannten Stammbaumhalle erstreckt. Aus sehr interessant ist die Ausstellung im unteren Bereich der Burg, wo man alte Ritterrüstungen, Kleidungsstücke und sonstige Gegenstände aus dem Besitz der königlichen Familie beäugen kann.
Mein Fazit: Die Burg Hohenzollern ist ein Erlebnis für die ganze Familie und bei jedem Wetter ein faszinierendes Ausflugsziel. Für den Eintrittspreis von 12 Euro bekommt man einiges Geboten. Dennoch finde ich das etwas viel. Auch die Familienkarte ist mit 28 Euro für zwei Erwachsene und bis zu vier Kindern jetzt nicht unbedingt das Lockangebot. Ich bin was Familienangebote angeht aber auch etwas vorbelastet, da ich aus einer 8-köpfigen Großfamilie komme und mit der Problematik solcher vordefinierten Familienpauschalen bestens vertraut bin.
Nach vier-stündigem Aufenthalt im Märchenland Hohenzollern und einer kurzen Stärkung mit belegten Broten und Tee im trockenen Auto machten wir uns schließlich auf zu unserem nächsten Tagesziel - dem Schnapsbrunnenweg in Sasbachwalden.
Mein Fazit: Die Burg Hohenzollern ist ein Erlebnis für die ganze Familie und bei jedem Wetter ein faszinierendes Ausflugsziel. Für den Eintrittspreis von 12 Euro bekommt man einiges Geboten. Dennoch finde ich das etwas viel. Auch die Familienkarte ist mit 28 Euro für zwei Erwachsene und bis zu vier Kindern jetzt nicht unbedingt das Lockangebot. Ich bin was Familienangebote angeht aber auch etwas vorbelastet, da ich aus einer 8-köpfigen Großfamilie komme und mit der Problematik solcher vordefinierten Familienpauschalen bestens vertraut bin.
Nach vier-stündigem Aufenthalt im Märchenland Hohenzollern und einer kurzen Stärkung mit belegten Broten und Tee im trockenen Auto machten wir uns schließlich auf zu unserem nächsten Tagesziel - dem Schnapsbrunnenweg in Sasbachwalden.



Das beste, was man tun kann, ist einen Wanderurlaub zu machen. Wir machen uns immer vom Apartmenthotel Südtirol aus in die Berge auf. Für mich die schönste Beschäftigung.
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