Donnerstag, 10. März 2016

In meiner Küche duftet es...

Ich hätte nie gedacht, dass es irgendwann mal so weit kommen würde, aber ich muss gestehen: Ich liebe Baumärkte. Nehmt euch einen Moment, um das zu verdauen: Hätte ich die Wahl zwischen einem Stadtbummel und einem Vormittag im Baumarkt, würde ich mich ohne zu zögern für letzteres entscheiden. Denn jeder Trip zum Baumarkt bedeutet, dass es im Garten voran geht und das erfüllt mich Freude und Enthusiasmus. Außerdem, im Garten kann ich mit schicken Schuhen sowieso nichts anfangen;).

Bei unserem letzten Abstecher im Baumarkt konnte ich nicht widerstehen, als ich all die frischen Kräuter sah. Mit Küchenkräutern auf dem Balkon hatte ich bisher wenig Glück. Die gehen mir regelmäßig ein. Im Garten, hingegen entwickeln sie sich prächtig, und das sogar ohne mein Zutun. Sind eben doch Wildtiere. Bis es allerdings warm genug ist, um sie auszusiedeln bleiben sie noch ne Weile in Gefangenschaft auf der Fensterbank. Ich kann mich nicht satt sehen. Lenz, wo bist du!!??!!


Mittwoch, 9. März 2016

Balloon Kartoffeln: Schnell und Lecker



Auch wenn ich keine Zeit (oder Lust *räusper*) zum Kochen habe, versuche ich trotzdem eine gesunde Kleinigkeit auf den Tisch zu bringen für mein Herzblatt. Heute war einer dieser Tage. Ich entschied mich kurzerhand für Balloon Kartoffeln und dazu eine große Schüssel gemischten Salat. Ich mag dieses Gericht, weil es sich super schnell zubereiten lässt und man es mit jeglicher Art von Fleisch, Fisch und Gemüse kombinieren kann.

Zubereitungszeit: ca. 5 Min.                  Backzeit: ca. 25 min                       Portion für 2 Personen

1.         Heize den Backofen bei 200 Grad vor. 
2.         Nehme 4 mittlere Kartoffeln und wasche sie gut unter kaltem Wasser ab. 
3.         Schneide sie der Länge nach in zwei Hälften und reibe die Schnittstelle gleichmäßig mit 
            etwas Salz ein.  
4.         Lege die Kartoffeln mit der Schnittstelle nach oben in den Backofen für 25-30 min. 
5.         Nach Ablauf der Zeit, reibe die Schnittstelle mit etwas Öl deiner Wahl ein und Würze die    
            Kartoffeln nach Belieben, z.B. mit Pfeffer, Paprika oder Kräutern. 
6.         Lege die Kartoffeln für weitere 5 Minuten zurück in den Backofen.

                                                                   Guten Appetit!

Kleine Drachen in Blumentöpfen...



Nachdem die Erdbeeren letztes Jahr so ein Erfolg waren, soll  die Balkonpflanzung 2016 ganz im Sinne der Nutzpflanzen stehen. Neben Erdbeeren will ich mich auch an Ringelblumen, Tomaten, Bohnen und eventuell Salat versuchen. Vergangene Woche habe ich die Bohnensamen in kleine Töpfe auf der Fensterbank gepflanzt zum Vorziehen. Und als ich heute morgen nach ihnen schaute, wurde ich von zwei kleinen Drachenköpfen mit rausgestreckten Zungen begrüßt. Sind die nicht einfach nur niedlich! Auch die Ringelblumen strecken ansatzweise  schon ihre dünnen Ärmchen aus der Erde. Ich hätte ja nicht gedacht, dass das so schnell geht.

Update aus dem Inneren: Es wird kuschlig und ich wurde zur hypokrisischen Handlungen verleitet...

Und alles, was wir dazu brauchten,  waren etwas Zeit und nicht ganz drei Packen Steinwolle, 80 cm dick vom Baumarkt unseres Vertrauens. Hierbei lohnt es sich immer, die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Wir haben pro Pack 11,20€ bezahlt, was derzeit das beste Angebot war.

Verarbeitung:
Wie vom Hersteller versprochen, lässt sich die Steinwolle problemlos verarbeiten. Mit einem Teppichmesser lassen sich die Matten kinderleicht zuschneiden. Das weiche Material fügt sich perfekt in das Gebälk. Adequate Schutzkleidung (diese beinhaltet Atemmaske,  Schutzbrille und Handschuhe) ist unbedingt ein Muss, denn die Fasern sind sehr aggressiv auf der Haut und reizen die Schleimhäute. Alleine durch das Auspolstern der Seitenwände ist es in der Hütte schon merklich wärmer geworden.

Ist das etwas ne Steckdose?!?
Wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann, arbeitet hier jemand zeitgleich an einer Elektro-Installation. Ja, das ist Robert. Vorweg möchte ich sagen, der kann das. Also keine Sorge, da wird nix aufs Gradwohl irgendwie zusammengepfercht.

Aber hatte ich nicht ursprünglich gesagt, wie toll es ist, keinen Strom zu haben?! Ja, das stimmt. Ich war überhaupt nicht begeistert von der Idee. In meiner Vorstellung sollte dieser Garten ja gerade ein Zufluchtsort "fernab der Zivilisation " sein, daher auch ohne Strom und ohne fließend Wasser. Als wir mit den Umbauarbeiten anfingen, hat Robert dann zwei Solar Panels besorgt, die genug Strom erzeugen, dass wir die Tischkreissäge benutzen können. Ich muss zugeben, dass das die Arbeit ungemein erleichtert. Die Alternative wäre gewesen, alles von Hand zu sägen oder ein Aggregat zu stellen, und das ist ja wohl alles andere als umweltfreundlich. Ich bin trotzdem nach wie vor der Meinung, dass wir den Strom in der Hütte nich brauchen, aber in der Liebe muss man eben Kompromisse machen. "You can't always get what you want" - das haben schon die Rolling Stones richtig erkannt. Naja, letzten Endes muss ich den Strom ja nicht verwenden, wenn ich nicht will ;).

Dienstag, 8. März 2016

Die Geschichte vom Waldschrat, seiner Frau und dem Traum vom Rundfenster



Es waren einmal ein Waldschrat und seine schöne Frau, die lebten in einer kleinen Hutzel Hütte irgendwo im Schwäbischen Wald. Bevor die Waldschrats eingezogen waren, hatte die Hütte viele Jahrzehnte leer gestanden, sodass es nun viel zu tun gab, um die Hütte wieder bewohnbar zu machen. Den ganzen Sommer über arbeiteten sie. Sie deckten das Dach, legten den Boden, isolierten die Wände, begradigten den Boden und setzten sogar ein neues Fenster. Eines Tages sagte die schöne Frau des Waldschrats: "Ach, Schradi, wäre es nicht traumhaft, wenn die Hutzel Hütte ein kleines rundes Fenster im Dachspitzen hätte?" Der Waldschrat nickte und sprach: "In der Tat, das wäre es". Und so machten sie sich auf und suchten in ganz Baden-Württemberg nach einem kleinen Rundfenster. Doch vergeblich. Die Rundfenster waren einfach viel zu teuer, als dass das Waldschrat-Pärchen sich diese hätte leisten können. So gaben sie die Idee schweren Herzens auf. Der Vater der schönen Waldschrat Frau hatte noch ein Fenster, das er bereit war, ihnen zu schenken. Die beiden waren für dieses großzügige Angebot sehr dankbar und freuten sich. So gingen die Wochen ins Land und sie fanden einfach keine Zeit, das Fenster abzuholen. 

Eines Tages besuchten sie die Eltern des Waldschrats. Es regnete und stürmte heftig, sodass sie den Tag vor dem warmen Kamin verbrachten bei Kaffe, Kuchen und tollen Unterhaltungen. Und während sie so redeten sagte der Vater des Waldschrats, eigentlich aus Spaß: "Braucht ihr zufällig ein altes Rundfenster? Wir haben unser altes Fenster ausgetauscht." Als sie das Fenster sahen, waren sie sofort begeistert. Es war genau, was sie gesucht hatten. Glücklich über das unerwartete Geschenk, luden sie das Fenster auf und machten sich auf den langen Heimweg in den Schwäbischen Wald. 

Kaum, dass sie zurück in der Hutzel Hütte waren, setzten sie das neue Fenster ein. Dazu hielten sie das Fenster an die gedachte Stelle im Dachspitzen und zeichneten den Umriss des inneren Kreises an. Dann sägte der Waldschrat den Umriss aus, klebte das Fenster mit Bauschaum in die Öffnung und verschraubte es ganz fest. Das Fenster passte so perfekt in den Dachspitz,als ob es schon immer dort hingehört hätte. Und keiner hätte gedacht, dass das Rundfenster so viel Licht in die Hutzel Hütte bringen würde. Seit das Rundfenster eingebaut wurde, steht die Arbeit in der Hutzel Hütte still, denn der Waldschrat und seine schöne Frau sitzen nur noch da, blicken aus dem Rundfenster in die Baumwipfel und träumen, träumen, träumen.                                                
                                 Ende

Montag, 7. März 2016

Mein kleiner grüner ... Schuppen

"Wenn erst einmal der Schuppen steht, 
die Arbeit innen leichter geht"

Und wieder einmal hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, geduldig zu sein, und nichts zu überstürzen. 

Schon eine ganze Weile haben wir mit dem Gedanken gespielt, einen Geräteschuppen aufzustellen, um mehr Bewegungsfreiheit in der Hütte zu schaffen für den Innenausbau. In den meisten Baumärkten  und Gartencentern gibt es bereits vorgefertigte Bausätze, wahlweise aus Blech, Holz oder Kunststoff. Letzteres schied von vorne herein aus. Kurz gesagt, ich bin kein Fan von Plastik. Die Preise für Blech- oder Holzschuppen sind allerdings horrend, sodass wir darüber nachdachten, selbst einen Schuppen zu bauen. Wenn uns da der Zufall nicht wieder einmal in die Hände gespielt hätte...

Meine Eltern haben gerade ihren Wohnwagenstellplatz aufgegeben. Vor ein paar Monaten haben sie sich einen Blechschuppen gekauft zur Unterbringung ihrer Outdoor Möbel etc. Diesen Schuppen haben sie uns jetzt kurzerhand geschenkt. Er stand sogar schon fertig zum Abtransport auf dem Hänger, sodass wir ihn nur noch ankoppeln mussten. Ich bin so happy! Natürlich sind wir schon am Überlegen, wie wir uns bei ihnen bedanken können, denn wir wissen ja, wie teuer diese Schuppen sind. Mal sehen, was mir einfällt. 

Die Unterkonstruktion: 
Wir wollten den Schuppen nicht direkt auf den Erdboden stellen. Also bauten wir eine Unterkonstruktion aus 6 Douglasien-Balken und 6 Stahlpfosten. "Kann ja nicht so lange dauern" habe ich anfangs gedacht. Letzten Endes hat es einen ganzen Tag gedauert, nur um das Fundament aufzustellen, weil immer wieder irgendwas den Arbeitsprozess verlangsamte. Zuerst mussten wir den Boden begradigen und Erdboden aufschütten. Allein das dauerte etliche Stunden. Nachdem alles grad genug war und der zukünftige Standort des Schuppens genau vermessen war, wurden die Stahlpfosten ins Erdreich eingeschlagen. Ausgerechnet der letzte Pfosten ließ sich nicht tief genug einschlagen, weil er durch einen Stein im Boden blockiert wurde. Es half alles nichts. Wir mussten den Stein mit der Handschaufel ausgraben, was nicht nur nervig, sondern auch zeitaufwändig war. Wenigstens das Verschrauben der Balken ging problemlos. Am Schluss wollten wir die Balken noch mit Teerfarbe streichen, um sie Wetterfest zu machen. Aber weil es so kalt war, ließ sich die Farbe nicht streichen. Sie war zäh wie Gummi. Also mussten wir diese Aktion auf einen anderen Tag verschieben. 

Das Aufstellen des Schuppens:
Eine Woche später fanden wir endlich Zeit, um den Schuppen aufzustellen. Da unser Grundstück nicht mit dem Auto befahrbar ist, gab es zwei Möglichkeiten: 1. Den Schuppen zerlegen und in Einzelteilen transportieren oder 2. den Schuppen an einem Stück zu zweit knapp 200 Stufen hinuntertragen. Jetzt, wo ich es lese, muss ich selbst den Kopf schütteln. Was soll ich sagen - die Faulheit hatte im ersten Moment gesiegt. Die Retourkutsche dafür bekamen wir sofort. Wir kamen nicht einmal zur ersten Stufe. Zum Glück, muss ich jetzt sagen. Das war so leichtsinnig - da hätte alles passieren können.  Kaum hatten wir den Schuppen angehoben, begann er gefährlich zu wanken, kippte.... und fiel zu Boden. Uns ist nichts passiert, aber der Schuppen hat ein paar Dellen abbekommen. Es war so dumm und vorhersehbar, dass wir beide erst einmal hysterisch lachen mussten, weil wir bis zur letzten Sekunde davon überzeugt waren, dass wir es schaffen würden. Danach haben wir den Schuppen doch zerlegt. Zusammengeschraubt war alles dann im Handumdrehen. Wir wollten das Fundament fertig streichen, aber natürlich hat es ausgerechnet an dem Tag geschüttet, wie aus Eimern. Aber wir haben keine Hektik - alles zu seiner Zeit. Mit jedem Stück kommen wir unserem Traum vom Garten ein großes Stück näher. 

Projekt Erdbeersamen: Ein Versuch

Vergangenen Sommer habe ich auf unserem Balkon Hummi-Erdbeeren im Blumenkasten angepflanzt und es war ein richtiges Erfolgserlebnis. Von Mitte Mai bis ins Spätjahr konnten wir jeden Tag eine Hand voll Erdbeeren ernten. Bis in den Dezember hab ich die Pflanzen draußen gelassen, da das Wetter hier im Süden so garnicht winterhaft war - an Weihnachten hatten wir 15 Grad. Und dann vielen die Temperaturen im Januar plötzlich über Nacht für einige Tage auf unter Null - und wer hat nicht mehr an die Erdbeeren gedacht?!? Als ich mich wieder erinnerte, ware es leider zu spät. Ich kann es nicht leugnen - es hat mich hart getroffen :(

Zum Geburtstag hat mir meine Schwester  dann ein Erdbeer-Kit geschenkt, inklusive Erdbeersamen. Kaum dass die Samen in der Erde waren, fingen sie nach nur wenigen Tagen auch schon an zu keimen. Ich bin echt mal gespannt, ob es mir gelingt, taugliche Setzlinge zu ziehen. Noch bin ich ja etwas skeptisch. Only time will tell... Was auch dabei rauskommen mag, im Moment habe ich einfach nur Spaß daran, den Kleinen beim Wachsen zuzusehen. Ich kann es kaum erwarten, endlich den Balkon zu bepflanzen. Frühling, von mir aus kannst du kommen.